Die Reizung von Akupunkturpunkten ist die wohl älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden. Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet.

In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.

Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird verständlich, daß auch z. B. fern vom Ort eines Schmerzgeschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Denn häufig muß der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren (und nicht nur eine kleine lokale Stelle), um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen. Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, daß Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. Üblicherweise verwenden die meisten Akupunkturärzte aber sehr feine Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist vergleichsweise viel schwächer als derjenige, der auftritt, wenn der Arzt eine Spritze gibt.

Auch Kinder ab circa acht Jahren können mit Akupunktur behandelt werden. Dafür verwendet man spezielle, ganz besonders dünne Nadeln. Bei noch jüngeren Kindern kommt der völlig schmerzfreie Akupunkturlaser zum Einsatz.

Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte und entwickelte vor etwa 40 Jahren die Ohrakupunktur. Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind. Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind.

Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozess verzögern oder sogar ganz verhindern können. Dies sind die sogenannten Störherde, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen nicht zu tun haben und von denen der Patient oftmals nichts merkt. Diese Herde können jedoch so negativ auf den Körper wirken, daß er eher bereit ist zu erkranken. Auch eine schon bestehende Krankheit wird daran „gehindert“, auf die üblichen Therapien zu reagieren. Dem Körper gelingt es nicht, die Krankheit zu überwinden.

Solche Herde können z.B. sein: tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle sonstigen Entzündungen. Außerdem kann jede Narbe zum Störherd werden. Jede Narbe kann – muß aber nicht – stören. Durch die Untersuchung der Ohrreflexzonen ist es dem Akupunkturarzt möglich, genau festzustellen, ob und welche Narbe zum Störherd geworden ist. Er kann auch erkennen, ob vielleicht irgendwo im Körper eine Entzündung oder eine Giftbelastung vorliegt (z.B. Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen). Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.

Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische Veränderungen geprüft. Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die Korrespondenzpunkte von Körperteilen und Organen am Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine Störung vorliegt.

Ist also auf der Ohrmuschel z.B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber. Die Behandlung geschieht durch Stechen von Nadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, gegebenenfalls zusätzlich am Körper. Kleine Kinder werden üblicherweise nicht gestochen sondern mit dem Lasergerät an den betroffenen Ohrpunkten bestrahlt. Alle Reize oder Signale, die durch Ohrakupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Die Ohrakupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns.

Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen.

Durch einen völlig unschädlichen und schmerzfreien Laserstrahl ist es möglich, Heilungsprozesse in Ihrem Körper zu unterstützen. Eigenschaften und Wirkungsmechanismen der niedrig dosierten Laserbestrahlung sind international sehr gut erforscht. Hauptwirkung dieser Laserstrahlung ist die Stimulation der Mitochondrien, die eine zentrale Bedeutung im Stoffwechsel und in der Energiebereitstellung der Körperzellen haben. Die Lasertherapie ist also eine REGULATIONSTHERAPIE. Sie steigert die Durchblutung und Immunreaktion wo es die jeweilige Indikation erfordert und hemmt sie umgekehrt bei den Indikationen, wo sie unerwünscht ist. Über entsprechend gewählte Frequenzen werden die notwendigen Körperzellen stimuliert.

Einsatzgebiet:

  • Entzündungshemmung
  • Förderung und Beschleunigung des Heilungsverlaufs
  • Förderung der Einheilung von Implantaten
  • Schmerzlinderung
  • Wurzelbehandlungen
  • Operative Zahnentfernung, Weisheitszähne
  • Herpes, Sinusitis, Aphten, Gingivitis, Parodontitis
  • Ulcus und Prothesendruckstellen

Im Regelfall sind 2 – 3 Sitzungen notwendig (im Spezialfall bis max. 8 Sitzungen). Häufig kombiniert mit schmerzfreier, aseptischer und atraumatischer Ohrakupunktur, Körperakupunktur, Locus dolendi und Triggerpunktbehandlung.

Funktionsweise des Laserstrahls im Körper:

Jede Körperzelle enthält eine Vielzahl von Strukturen zur Bewältigung ihrer Aufgaben. Die Laserstrahlung stimuliert die Mitochondrien (=Kraftwerke der Zelle). Mitochondrien haben eine wichtige Aufgabe im Stoffwechsel und in der Energie-bereitstellung der Zelle zu erfüllen. Die primären Angriffspunkte d.h. Photorezeptoren der Laserstrahlung sind Cytochrome und Flavoproteine in den Enzymkomplexen der Atmungskette. Bei Bestrahlung mit rotem Laserlicht (der Wellenlänge 380 nm bis 700 nm) wird über die oxidative Phosphorylierung die Synthese von ADP zu ATP stimuliert.

Durch diese photobiologische Wirkung der LOW-LEVEL-LASERSTRAHLUNG im Gewebe kommt es zu:

  • Endorphinproduktion
  • Steigerung des Lymphflusses
  • Revaskularisation
  • Lymphozytenaktivierung
  • Stimulation der Homöostase
  • Stimulation der Makrophagen und Fibroblastenaktivität

Behandelt werden können durch Ohr- bzw. durch Körperakupunktur vor allem Erkrankungen, die auf eine gestörte Organfunktion zurückzuführen sind. Bei zerstörten Strukturen, z.B. starker Arthrose kann die Akupunktur nur noch eine Linderung bewirken.

Für welche Krankheitsbilder wird die Akupunktur sogar von der Weltgesundheitsorganisation (=WHO) in Genf empfohlen?
  • Kopfschmerz und Migräne
  • Schulter-Arm-Syndrom und Tennisellenbogen
  • Kreuzschmerzen und Ischialgien
  • Osteoarthritis
  • Allgemeinen Erkältungskrankheiten
  • Akuter Nasennebenhöhlenentzündung
  • Akuter Bronchitis und Bronchialasthma
  • Trigeminusneuralgie
  • Verstopfung und Durchfall
  • Lähmung nach Schlaganfall
  • Gesichtslähmung
  • Periphären Neurophathien
  • Folgezuständen der Kinderlähmung

Mit sehr gutem Erfolg kann man die Akupunktur auch einsetzen bei:

  • Allergien
  • Raucherentwöhnung
  • Abwehrschwäche
  • Schlafstörungen
  • Bestimmten Entwicklungsstörungen bei Kindern
Erfolgsaussichten

Wir können in der Regel  nach einem Gespräch nicht die Erfolgsaussichten beurteilen, sondern müssen erst eine Akupunktur- oder Homöopathiebehandlung durchführen, um ihren speziellen Fall genauer einschätzen zu können.

Manche Kranke empfinden nach der Akupunktur sofort Erleichterung, andere brauchen Tage dazu. Üblicherweise benötigt man etwa vier oder fünf Behandlungen, bevor eine Besserung verspürt wird. Fast alle Patienten fühlen sich nach einer Akupunkturbehandlung sehr entspannt. Sowohl die Ohr- als auch die Körperakupunktur sind sehr wirkungsvolle Behandlungsformen, die, wenn sie von geschulten Akupunkturärzten durchgeführt werden, keine Risiken haben.

Die Akupunktur sollte ausschließlich in Verbindung mit einer klinischen Diagnostik erfolgen.